Deutsch und Fremdsprachen

Lesen Sie hier einen Auszug aus unserem Schulprogramm:

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9.2 Deutsch

Die Entwicklung sprachlicher Kompetenz steht im Mittelpunkt des Unterrichts im Fach Deutsch. Sie baut auf den kommunikativen Fähigkeiten der Studierenden auf, wobei die besonderen Probleme von Studierenden, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, im Rahmen der zeitlichen Möglichkeiten des Deutschunterrichts der Einführungsphase berücksichtigt werden.

Sprachliche Kompetenz wird nicht als Selbstzweck verstanden, sondern in ihrer Bedeutung für die aktive Partizipation an unserer Gesellschaft und für christlich-verantwortliches Handeln. In diesem Sinn ist die Auseinandersetzung mit Literatur ein weiterer Schwerpunkt des Deutschunterrichts in der Einführungsphase. Die Beschäftigung mit Werken der deutschen Literaturgeschichte, vor allem der Moderne, konfrontiert die Studierenden mit der Gestaltung menschlichen Selbstverstehens in der Literatur. Diese wird analysiert und unter Einbeziehung der vielfältigen Erfahrungen der erwachsenen Studierenden bewertet. Das Wissen über die Bedingungen und Möglichkeiten verantwortlichen Handelns, über das die Studierenden verfügen, kann so überdacht, verändert oder erweitert werden.

Produktive Übungen, Erarbeitung von Methoden sprachlichen Arbeitens und Reflexion über Sprache ergänzen diesen Schwerpunkt.

9.3 Die Fremdsprachen

9.3.1 Englisch

Der Englischunterricht am Nikolaus-Groß-Abendgymnasium ist eingebunden in die Lern- und Lebensbiographie unserer Studierenden. Sie haben bereits vor der Aufnahme in unsere Schule innerschulisch und außerschulisch Kenntnisse erworben, die wir bei der Einstufung wie auch im Quereinstieg in den Unterricht bis zum Semester 3 berücksichtigen.

Auf der Grundlage einer differenzierten Analyse der Lernvoraussetzungen entsteht das Bild einer Lerngruppe, die gerade im Fach Englisch durch ein außerordentlich hohes Maß an Heterogenität gekennzeichnet ist. Ihr entspricht ein hohes Maß an binnen- und außendifferenzierenden Maßnahmen im Englischunterricht. Schon weit vor den Lernstandsmessungen von PISA hat die Fachkonferenz dazu Unterrichtsmodelle zur Fehlerdiagnose und -therapie vorgelegt, die der individuellen Lernsituation der Studierenden entsprechen.

Auf der Grundlage einer leistungsbezogenen Einstufung führt der Englischunterricht in umfassender Ausbildung der Hör-, Sprech-, Lese- und Schreibkompetenz zur Abiturprüfung im Fach Englisch. Dabei geht es nicht nur um die Entwicklung einer fundierten Schreibkompetenz, die für das Prüfungsverfahren wichtig ist. Unser Ziel besteht darüber hinaus darin, unsere Studierenden durch die gleichwertige Betonung der Lesekompetenz und der mündlichen Kommunikationskompetenz auf ein erfolgreiches Hochschulstudium und auf das „global village“ vorzubereiten.

Indem der Englischunterricht die Kommunikationsfähigkeit als Voraussetzung für die Verständigung und Versöhnung im europäischen und globalen Kontext fördert und darüber hinaus die Studierenden durch individuelle Maßnahmen unterstützt, leistet er einen grundlegenden Beitrag zu dem Profil einer von Christen geprägten Schule.

9.3.2 Lateinisch

Die lateinische Sprache vermittelt in lebendiger Weise die Tradition der Antike, aus der heraus und in der sich das abendländische Denken entwickelt und entfaltet hat. Diese Tradition hat sich im geschichtlichen Verlauf mit dem Christentum unauflöslich verbunden. Altsprachlicher Unterricht hat daher zugleich auch eine religiöse Komponente. Insofern ist das Fach Lateinisch ein wesentlicher Bestandteil des Bildungskanons dieser Schule. Falls die lateinische Sprache durchgehend bis zur Allgemeinen Hochschulreife angeboten wird, können die Studierenden dieser Schule auch das Latinum erwerben.

9.3.3 Französisch

Im Vereinten Europa ist die französische Sprache von zentraler Bedeutung. Durch die deutsch-französische Versöhnung in der Mitte der 50er Jahre sind die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich im politischen, gesellschaftlichen und im persönlichen Bereich immer vielfältiger und enger geworden. So absolvieren immer mehr junge Deutsche ein Studium oder ein Berufspraktikum in unserem Nachbarland.

Für diese Begegnungen im Haus Europa ist eine gute Kenntnis der französischen Sprache unverzichtbar. So trägt der Französischunterricht nicht nur zur Verbesserung der Kommunikation, sondern auch zu Frieden und Völkerverständigung in Europa bei.

Darüber hinaus zielt der Unterricht darauf ab, Informationen auch aus frankophonen Kulturen zu vermitteln und damit den Blick auf die globale Bedeutung der Sprache zu weiten.

Das Nikolaus-Groß-Abendgymnasium bietet im Fach Französisch eine Einführung in die zweite Fremdsprache im Umfang von 12 Semesterwochenstunden.

Im Mittelpunkt des Französischunterrichts steht die Einführung der Studierenden in Sprachkompetenz und Landeskunde. Neben einer fundierten Einführung in die Grammatik und in den Wortschatz der Sprache steht die Einübung in reale Kommunikationssituationen, in denen die unterschiedlichen rezeptiven (Lesen und Hören) und die produktiven (Sprechen und Schreiben) Kommunikationskompetenzen gleichermaßen entwickelt und vertieft werden.

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Das vollständige Schulprogramm finden Sie hier: