Tu es(,) Engel

Am 28. September feierten Studierende und Lehrende den ersten Schulgottesdienst des neuen Semesters. Dieser beschäftigte sich insbesondere mit der Idee von Engeln. Die Anordnung des Raums hat sich nach den Umbaumaßnahmen während der Sommerferien verändert. Die Ausrichtung der Stuhlreihen orientiert sich nun an dem großen Kreuz, das aus dem Eingangsbereich entfernt wurde und sich nun an der Wand der Aula befindet.

 

Eingeleitet wurde der Gottesdienst mit Adel Tawils Lied „Ist da jemand?“ Eine Studierende las außerdem ein Gedicht vor, in dem deutlich wurde, dass Engel sich insbesondere im Alltag durch Hilfe und eben nicht durch Schönheit oder gar Flügel auszeichnen.

 

In seiner Predigt griff Michael Schwarzer diesen Gedanken auf und zeigte, dass Engelserscheinungen in der Bibel selten vorkommen. Beispielhaft nannte er Raphael, der im Alten Testament Tobias begleitet, Gabriel, der Maria verkündet, dass sie Gottes Sohn gebären werde, und schließlich Michael, der in der Offenbarung für Gott kämpft. Die moderne Theologie beschäftige sich nur selten mit Engelserscheinungen, erklärt Schwarzer und führt weiter aus, wie die Engelsfiguren zu verstehen sind. Die Übersetzung des Wortes Engel bedeutet in etwa „Bote der Liebe“.

Damit kam Michael Schwarzer auf das Motto des Gottesdienstes zurück, der auf verschiedene Weise zu verstehen sei. Einerseits ist die auf Deutsch verstandene Botschaft eine Aufforderung selbst zum Boten der Liebe zu werden. Auf Latein oder Französisch könnte man das Motto ebenfalls lesen und dies würde aussagen „Du bist ein Engel!“

 

Nach der Eucharistie sollte dies symbolisch durch den erteilten Segen deutlich werden. Jeder Besucher des Gottesdienstes erhielt einen zuvor gesegneten Engelsflügel an einer Halskette. Diese legten sich die Besucher gegenseitig mit dem Segenswort „Tu es, Engel“ an.