„Jemandem einen Moskito schicken“ – oder: Ein Misereor-Projekt hautnah

Beides konnten am 3. April zahlreiche Studierende und Lehrende des Nikolaus- Groß- Abendgymnasiums eindrucksvoll erleben.

Aus dem Bistum Kotido im Nordosten Ugandas war die Pädagogin Frau Josephine Alum kurz vor dem 5. Fastensonntag, an dem die Misereor- Kollekte unter dem Leitwort „Mut ist, zu geben, wenn alle nehmen“ bundesweit gehalten wird, zu Besuch.

Die engagierte Dorflehrerin stellte ihre Projektarbeit zur Alphabetisierung und Verbesserung der Ernährung, der Hygiene, der Wassergewinnung sowie der Finanzkraft der sehr armen, aber kinderreichen Dorfbevölkerung der Region Karamacho vor. Dieses überzeugende Projekt wurde von Misereor ins Leben gerufen und wird nun von den Einheimischen selbstständig mit finanzieller Förderung des Hilfswerks fortgeführt.

Dank der Offenheit des Gastes und dem regen Interesse unserer Studierenden kam es zu einem gelungenen Austausch. Überraschend war die Erkenntnis, dass es trotz der kulturellen und räumlichen Distanz viele Parallelen im Bereich der Erwachsenenbildung von Frau Alum in Uganda und dem NGA gibt. Bildung muss adressaten- und lebenspraxisbezogen sein und das Selbstlernen ermöglichen, damit die Menschen spüren, dass sich etwas positiv im Leben verändern kann – auch zum Nutzen der Gemeinschaft!

Im Dorf von Frau Alum zeigen gerade die Frauen, obwohl sie meist allein für das tägliche Familienleben verantwortlich sind, große Motivation. Im Freien unter dem Schatten eines Baumes versammeln sich zumeist die Frauen des Dorfes zum gemeinsamen Lernen. Sie wollen ein Vorbild für ihre Kinder sein, für die der Schulbesuch nicht selbstverständlich ist. Auch sie sollen wenigstens in der Grundschule Lesen und Schreiben erlernen wie die starken Mütter des Dorfes. Vielen Kindern ist der Besuch einer weiterführenden Schule verwehrt, weil die obligate Schuluniform und das Lernmaterial mit umgerechnet ca. 10,- € pro Ausbildungsplatz für eine Familie im Regelfall nicht aufzubringen sind.

Auch manche schulische Verhaltensweisen sind erstaunlich ähnlich, egal ob Unterricht im Freien in Uganda oder im NGA- Schulgebäude in Essen stattfindet: Zu spät Kommende gibt es immer und überall!

In Frau Alums Unterricht werden diese mit einem speziellen Ritual begrüßt: Sie bekommen symbolisch einen „Moskito“ geschickt; der soll die Säumigen stechen, damit sie wach sind und beim nächsten Mal pünktlich zum Lernen erscheinen.

Natürlich wurde diese Applaustechnik sofort an den in diesem Augenblick zu spät Kommenden von uns ausprobiert.

Es gibt aber auch noch den „Kiboko“, einen Belobigungsapplaus, wenn jemand etwas sehr gut vollbracht hat.

In den jeweils 2 Unterrichtstunden mit anschließendem Gottesdienst in der Morgen- und Abendschicht fühlten wir uns als Schulgemeinschaft des NGA der Lern- und Lebenswirklichkeit der Menschen in Uganda in Gedanken und im Gebet verbunden.

Frau Alum hat uns durch ihr Zeugnis motiviert, unserer Solidarität mit ihrem Engagement eine adäquate „Tat-Sache“ folgen zu lassen:

Die Erlöse der nächsten Abitur- und Schulfeiern sollen zur Finanzierung von Schuluniformen in Kotido verwendet werden. Wenn jede und jeder Studierende des NGA im Laufe seiner gesamten Ausbildung nur 10,- € zum Gewinn der Veranstaltungen beitrüge, wäre das beschriebene Bildungsprojekt im Bistum Kotido langfristig gesichert.

Zum Abschied gab es für Frau Alum von uns natürlich einen großen Dank- Applaus in „Kiboko“- Manier und das Versprechen durch unser neues Sozialprojekt „Schuluniformen für Uganda“ in Verbindung zu bleiben.

Auch ohne „Moskito“ werden die Eindrücke dieses Besuches in uns nachhaltig „wach“ bleiben.

Übergabe der Spenden an das Kinderhospiz Regenbogenland

Der Scheck in Höhe von 819,60 Euro wurde von den Studierenden des Abendgymnasiums an das Kinderhospiz übergeben.

Beim diesjährigen Schulfest einigten sich die Studierenden des Semesters 2 darauf, mögliche Gewinne an das Kinderhospiz Regenbogenland in Düsseldorf zu spenden. Insgesamt blieben 819,60€ für das Regenbogenland übrig, die am 12. Dezember von zwei Studierenden übergeben wurden. Im Kinderhospiz wurde die Spende mit großer Freude angenommen. Die Studierenden und die Klassenlehrer des S2 wurden durch die Räumlichkeiten geführt und erhielten Tassen des Regenbogenlands als Dankeschön, die ab jetzt in der Cafeteria verwendet werden.

Abitur Juli 2011

Abitur im Zweiten Bildungsweg am Nikolaus-Groß-Abendgymnasium

Am 1. Juli 2011 wurden 34 Studierende des Nikolaus-Groß-Abendgymnasiums mit dem Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife verabschiedet. Sie haben das Abitur als Berufstätige, als Hausfrauen und Mütter und als Schichtarbeiterinnen und Schichtarbeiter mit ausgezeichneten Leistungen in der Abiturprüfung und in der Qualifikationsphase erreicht. Eine Studierende erzielte die Durchschnittsnote von 1,0. Im Namen der Schulgemeinde und des Bischofs von Essen gratulierte der Schulleiter den Abiturientinnen und Abiturienten zu Ihrer bestandenen Prüfung und wünschte ihnen alles Gute für Ihren weiteren Lebensweg.

Eine der Abiturientinnen ist Heide Steppke aus Essen-Steele. Sie ist mit 71 Jahren glücklich darüber, jetzt endlich Geschichte studieren zu können.

Weitere Informationen:

Unser Schulseelsorger, Herr Pfarrer Schwarzer gibt bekannt, dass die Kollekte im Abiturgottesdienst den Betrag von 481,94 € erbracht hat. Allen Spendern sei herzlich für ihre Großzügigkeit gedankt. Die Spenden sind für die Jugendarbeit der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz bestimmt und wurden von Frau Steppke und Herrn Schwarzer an Pater Georg übergeben.

Zur Information: Die neuen Kurse am Nikolaus-Groß-Abendgymnasium beginnen am 07.09.2011
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Abiturienten sammelten für das Projekt MEX/Straßenkinder

Unsere Abiturientinnen und Abiturienten haben in ihrer Verabschiedungsmesse für das Projekt „Mexiko – Straßenkinder“ gesammelt. Der Gesamtbetrag in Höhe von 264,83 € wurde zwischenzeitlich an ADVENIAT überwiesen. Allen Spendern ein herzliches VERGELTS GOTT!

Bernhard Nadorf, Schulleiter


Hintergrund

Das Projekt „Mexiko – Straßenkinder“ von Adveniat unterstützt die Vinzentiner, einem mexikanischen Orden, der sich mit großem Engagement für die Straßenkinder Mexikos einsetzt. In ihrer Einrichtung „Juven-tud y Vida“ („Jugend und Leben“) öffnet dazu täglich ein Speisesaal, in dem die Kinder, die auf der Straße um ihr Überleben kämpfen müssen, eine warme Mahlzeit bekommen.

Möchten Sie mehr über dieses Projekt erfahren? Infos gibt’s auf der Homepage www.geizistgottlos.de von Adveniat:

Erlös des Schulfestes geht an ADVENIAT

Am Abend des 21. Dezember überreichten Studierende des Nikolaus-Groß-Abendgymnasiums einen Scheck in Höhe von 1000 € an den Geschäftsführer des Bischöflichen Hilfswerkes ADVENIAT, Herrn Michael Sommer.

Es ist der Erlös aus dem Schulfest, das die Studierenden und die Ehemaligen des Abendgymnasiums traditionsgemäß am Samstag vor dem 1. Advent miteinander feiern. Damit unterstützt die Schulgemeinde im Rahmen einer trilateralen Partnerschaft mit ADVENIAT die Arbeit von Fernando Maria Bargallo, viele Jahre Jugendbischof von Lateinamerika und heute Ortsbischof von Merlo-Moreno in Buenos Aires/Argentinien. Bischof Bargallo kann damit für die Dauer eines Jahres das Gehalt für einen Mitarbeiter in der Jugendpastoral finanzieren.

Die Lehrenden und Studierenden des Abendgymnasiums zeigen sich nicht nur durch diese Spende solidarisch mit der Jugend in Lateinamerika; sie haben das Thema „Die Eine Welt“ auch in den Lehrplan für das Fach Religion und in das Schulprogramm aufgenommen. Darüber hinaus hat Frau Christiane Schmidt, Religionslehrerin am Abendgymnasium, für die Anti-Konsumismus Kampagne „Geiz ist gottlos“ (Informationen unter www.geizistgottlos.de) eine Unterrichtsreihe in den Sekundarstufen I und II sowie eine Kommunion- und Firmkatechese entwickelt. Diese Kampagne von ADVENIAT wurde mit dem „Politikaward“ 2004 für die beste Kommunikationsidee in der Kategorie „Wirtschaft und Gesellschaft“ ausgezeichnet.

Die transkontinentalen Kontakte, die sich in den vergangenen Jahren gebildet haben, sollen auf dem Weltjugendtreffen im August 2005 in einen globalen Dialog zum Thema „Jugend und Religion“ einmünden. Weitere Informationen über das Projekt „Die Verantwortung für die Eine Welt“ und über die Arbeit von Fernando Maria Bargallo bietet die Homepage der Schule unter folgender Adresse:

www.abendgymnasium-essen.com/schule/schulprojekte/eine-welt
(Das Linkziel existiert heute nicht mehr.)