Beitrag auf Radio Essen

In einem Radio-Feature auf Radio Essen wurde über das Projekt Geschichte berichtet, bei dem Studierende des Nikolaus Groß Abendgymnasiums im Geschichtswettbewerb des Forums für Geschichtskutlur den 2. Preis gewannen (wir berichteten).

Hören Sie hier einen Mitschnitt der Sendung:

 

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Das Reiterstandbild Wilhelms I. in Essen – Eine Zeitreise der Wahrnehmung

Ein Radiofeature zu einem Geschichtsprojekt auf Radio Essen

Das Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. wurde am 23. Oktober 1898 in Essen auf dem Burgplatz eingeweiht. Damals hatte Essen 100.000 Einwohner und war geprägt durch die Kohle- und Stahlindustrie.

Heute, 116 Jahre später haben sich Studierende des Nikolaus Groß Abendgymnasiums mit der Wahrnehmung dieses Denkmals damals und heute beschäftigt. Sie gewannen damit den 2. Preis des Geschichtswettbewerbs des Forums für Geschichtskultur an Ruhr und Emscher (wir berichteten). Ein dabei entstandenes Radio-Feature wird nun auch auf Radio Essen ausgestrahlt.

Der Sendetermin ist voraussichtlich am 4. Oktober 2014 auf Radio Essen.

Lesen Sie auch den Beitrag über die Preisauszeichnung:

Projektkurs Geschichte gewinnt 2. Preis

Während der aktuelle Jahrgang das bestandene Abitur feierte, fand zeitgleich die Preisverleihung des Geschichtswettbewerbs des Forums für Geschichtskultur an Ruhr und Emscher statt, bei dem das Projekt einiger Abiturienten eingereicht wurde. Die Studierenden des Abiturjahrgangs 2014 erreichten mit ihrem Radiofeature über das Denkmal Wilhelm I. dabei einen bravourösen 2. Platz.

2014-07_projektkurs-geschichte2Die neu geschaffenen Projektkurse wurden am Nikolaus-Groß-Abendgymnasium im Jahr 2013 erstmals und zum bislang einzigen Mal in die Tat umgesetzt. Geschichtslehrer Michael Meyer beschreibt den Projektkurs, der sich im ersten Bildungsweg bereits etabliert hat, als eine besondere Herausforderung in der Erwachsenenbildung. Hier musste die Lehrkraft die Studierenden zur Mitarbeit an einem Projektkurs motivieren, die mit einem eigentlich möglichst geringen Zeitaufwand ihr Abitur nachholen wollen. Darüber hinaus ist auch ein strukturelles Problem durch die Unterrichtszeiten morgens und abends auszugleichen, da eine regelmäßige Gruppenarbeit deutlich erschwert wird.

Mit viel Einsatzfreude ging die Gruppe, die schließlich aus neun Studierenden bestand, die Aufgabe an, die Geschichte des Reiterstandbildes Wilhelm I. zu erforschen. Diese Forschungsarbeit sollte Teil des Projekts „Denkort – Denkmal“ sein, das von der Universität Duisburg-Essen initiiert wurde und der Frage nachging, ob Denkmäler als Ausdruck regionaler Identität zu betrachten sind.

Neben der universitären Einbindung wurde der Projektkurs durch das Haus der Essener Stadtgeschichte unterstützt. Der Essener Archivar Herr Dr. Wisotzki durchsuchte das Stadtarchiv und fand zusammen mit den Studierenden eine Fülle an Dokumenten, die sich mit dem Reiterstandbild beschäftigten. Neben den vollständig überlieferten Zeitungsartikeln konnten die Studierenden sogar auf die Entwürfe des Architekten von 1898 zurückgreifen. Problematisch war zunächst das Entziffern der deutschen Kurrentschrift, das die Studierenden in Übungseinheiten erlernten, um so die Funde transkribieren zu können.

Die Ergebnisse sollten schließlich in einem Radiofeature veröffentlicht werden. Was früher noch ein Aufnahmestudio erfordert hätte, funktionierte dank der modernen Technik völlig unproblematisch. Mithilfe der Aufnahmefunktion von Smartphones wurde das fertige Feature eingesprochen und konnte im Januar 2014 im Internet veröffentlicht werden.

Der Beitrag ist mittlerweile in der Abschlusstagung in der Universität Duisburg-Essen von einigen Studierenden vorgestellt worden. Darüber hinaus meldete Michael Meyer das Projekt beim Geschichtswettbewerb unter dem Motto „Heimat im Ruhrgebiet“ an, da das Projekt als Teil der Lokalgeschichte Essens zu verstehen ist. Die Preisverleihung überschnitt sich jedoch mit der Abiturfeier der Studierenden, die das Projekt erarbeitet haben, sodass sich die Studierenden nicht persönlich den Lohn ihrer Mühen abholen konnten. In Vertretung nahm die Projektleiterin der Universität Duisburg-Essen, Simone Frank, den zweiten Preis entgegen. Neben der Würdigung der Leistung der Studierenden war der Preis mit einem Betrag von 400,-€ dotiert, der für die Unterstützung der schulischen Arbeit im Nikolaus-Groß-Abendgymnasium eingesetzt werden soll.

Die Schule möchte dem Projektkurs und seinem Kursleiter Michael Meyer an dieser Stelle gratulieren und für die geleistete Arbeit danken. Wer den Beitrag des Projektkurses anhören möchte, kann diesen unter folgendem Link finden:

Radiobeitrag des Projektkurses auf YouTube

Das Westfälische Schulmuseum Dortmund

Exkursion des Semesters 5, GK Geschichte mit Herrn Meyer

Die Studierenden des Semesters 5 erlebten am 12. Mai „Geschichte live“ – bei einer Exkursion in das Westfälische Schulmuseum in Dortmund – und nahmen Platz auf rekonstruierten Schulbänken aus dem 19. Jahrhundert.

Das 1910 gegründete Museum diente ursprünglich als Lehrmittel-Schausammlung zur Lehrerfortbildung und ist mittlerweile eine der größten schulhistorischen Sammlungen der Bundesrepublik. Lehr- und Lernmittel, Schulbücher, technische Geräte und Schulmöbel vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart sind hier zu besichtigen. In einem Vortrag konnten sich die Studierenden des Abendgymnasiums darüber hinaus ein Bild des vergangenen Schulalltags machen.