Start des Uganda-Projekts

Noch vor den Osterferien hat das Nikolaus-Groß-Abendgymnasium sein Partnerprojekt mit dem Dorf Kotido in Uganda offiziell begonnen. Dazu traf sich der Abteilungsleiter für Partnerschaften des bischöflichen Hilfswerks Misereor Andreas Lohmann mit dem Schulleiter des Nikolaus-Groß-Abendgymnasiums Jochen Suthe und weiteren Teilnehmern, um das Projekt mit einer ersten Spende zu besiegeln.

Frau Alum am Abendgymnasium (April 2014)

Die Idee für die Partnerschaft kam bereits im Jahr 2014 auf. Im Rahmen der damaligen Fastenaktion besuchte die Pädagogin Josephine Alum das Nikolaus-Groß-Abendgymnasium und berichtete von ihrer Arbeit in Kotido. „Als Frau Alum berichtete, dass die Kinder der Dorfbewohner nicht alle die Schule besuchen können, weil das Geld für die vorgeschriebene Schuluniform in Höhe von zehn Euro fehlt, kam den Studierenden der Gedanke, dass wir helfen können“, beschreibt Schulseelsorger Michael Schwarzer, wie der Wunsch zu einer Unterstützung entstanden ist.

 

Das Abendgymnasium hat das Projekt in der Studierendenvertretung und der Lehrerkonferenz vorbereitet und in der Schulkonferenz beschlossen, dass obligatorisch die Hälfte aller Spendeneinnahmen oder Gewinne aus dem alljährlichen Flohmarkt oder den Schulfesten an die Partnerschaft gehen werden. Andreas Lohmann lobte: „Das aufgestellte Konzept hat Hand und Fuß.“

Als Geschenk für die beginnende Partnerschaft brachte Andreas Lohmann einen Speckbaum mit, der zwar aus Südafrika stamme, aber gleich auf mehreren Wegen Symbol für Uganda sei. Neben der Hoffnung, dass die Partnerschaft wie der Baum wachsen wird, speichert der Speckbaum besonders viel Kohlendioxid, was die aktuelle Situation in Kotido gut verdeutlicht. In Ostafrika ist aktuell eine existenzgefährdende Dürre, unter der die Menschen leiden, die durch den Klimawandel hervorgerufen wurde. Lohmann betonte, dass man nicht nur an der entgegengebrachten Solidarität sehe, dass wir mit den Menschen in Uganda verbunden sind, sondern auch an den Auswirkungen des Klimawandels. Denn die Menschen, die unter der Dürre leiden, erleben die Folgen unseres Ressourcenverbrauchs.

Brief an Kotido

Sven Breidenbach, der die Kontaktaufnahme mit dem Englisch-Leistungskurs des vierten Semesters betreut, betonte, dass das Projekt durchaus in den Unterricht eingebracht werden könne. „Das Thema Globalisierung steht im Lehrplan des Faches Englisch und an diesem praktischen Beispiel kann man die weltweiten Wechselwirkungen sehr gut beleuchten.“

 

Für Schulleiter Jochen Suthe ist die Partnerschaft das angemessene karitative Projekt der Schule: „Als kleine Schule im Essener Südostviertel können wir keine großen Spendenbeiträge zur Unterstützung großer Projekte beschaffen. Die Unterstützung der Bildungsarbeit in Uganda ist schon für geringe Beträge wie zum Beispiel Schuluniformen, die 10 Euro pro Stück kosten, möglich. Hier können wir uns gewinnend für das Dorf Kotido einsetzen.“

In Vertretung der gesamten Schulgemeinde freute sich Jochen Suthe neben dem ersten Schreiben, das das vierte Semester erstellt hat, eine Spende zu überreichen, um die Partnerschaft sogleich mit Leben zu erfüllen. In den vergangenen Aktionen konnte ein Betrag von 750 Euro erwirtschaftet werden, der dem Dorf zugute kommen wird. Die Gesprächsteilnehmer versicherten sich zum Schluss noch einmal, dass dies nur der Anfang für eine hoffentlich lange Partnerschaft sein soll.