Simone Reisner

Feeback vom 15. Juli 2005 von Simone Reisner, Abiturientin von 2005:

Ich bin ehemalige Schülerin und glückliche Abiturientin des NGA und möchte nun im Folgenden etwas über meine Erfahrungen an dieser Schule berichten.

Im Jahr 2002 begann ich meine „neue“ schulische Laufbahn. Mein letzter Schultag lag zu diesem Zeitpunkt zwar erst knapp acht Jahre zurück, aber dennoch entschloss ich mich, im Vorkurs einzusteigen. Der erste Bildungsweg war mir nicht allzu gut im Gedächtnis geblieben und so hatte ich den Wunsch diesmal alles anders und besser zu machen.

Die Anfangszeit habe ich als schwierig in Erinnerung, da es für mich, wie für die meisten von uns, eigentlich nicht vorstellbar war, neben der Arbeit, Familie etc. noch zusätzlich die Schule zu besuchen und natürlich auch noch zu Hause zu lernen. Doch mein Umfeld unterstützte mich sehr, obwohl die Dauer der Ausbildungszeit von 3 ½ Jahren viele sehr erschreckt hat – einschließlich mich natürlich. Zudem war unsere Klasse zu Beginn recht groß, viele Studierende kamen nach und nach dazu, eben so viele gingen auch wieder und ich musste berufsbedingt ständig zwischen dem Morgen- und Abendkurs wechseln, sodass zunächst die Eingewöhnung und die Kontaktaufnahme zu den anderen Studierenden nicht einfach war. Mit der Zeit aber, man gewöhnt sich ja bekanntlich an alles J, lernte ich viele nette Menschen kennen, das Lernen machte mir viel mehr Spaß als ich dachte und auch das Zusammenspiel zwischen Schule und Beruf funktionierte meistens gut. Zusätzlich machte ich die Erfahrung, man soll es nicht glauben, dass auch Lehrer nur Menschen sind J, denn das Lehrer-Schüler-Verhältnis war deutlich besser als auf dem ersten Bildungsweg. Wir wurden von unseren Lehrern sehr gut unterstützt und sie vermittelten uns das Gefühl unsere Ziele nicht zu hoch gesteckt zu haben, sodass diese auch erreichbar waren.

Das angebotene Schichtsystem empfand ich als sehr vorteilhaft und hilfreich, da es für mich die einzige realisierbare Möglichkeit darstellte mein Abitur nachzuholen. So war der ständige Wechsel zwischen dem Vormittag und Abend bald kein Problem mehr. Wir wurden in beiden Bereichen gut und vor allem gleichermaßen vorbereitet. Zudem war unsere Klasse altersmäßig sehr gemischt und das Kursklima war dadurch morgens und abends ein anders, was manchmal schwieriger war, aber dadurch nicht weniger abwechslungsreich und interessant – manchmal war es sogar eine Wohltat. J Wichtig während dieser Zeit war auch immer der Kontakt zu den Mitschülern, denn durch den regelmäßigen Austausch untereinander lernten wir uns zum einen natürlich besser kennen und konnten uns zum anderen gegenseitig unterstützen den Schulalltag besser zu meistern. Vor allem in der Abizeit waren die Lerngruppen eine große Hilfe, da wir mit- und voneinander lernten. So konnten wir durch unsere regen Diskussionen den umfangreichen Stoff besser verstehen und umsetzen.

Natürlich waren nicht alle Themen, die wir im Unterricht besprochen haben, interessant und spannend, aber dennoch ist auch dies gut zu bewältigen gewesen und es gab andererseits auch etliche Inhalte, die im ersten Moment uninteressant zu sein schienen, sich aber nach eingehender Betrachtung als spannend und lohnend herausstellten, sodass teilweise auch weitergehendes Interesse geweckt werden konnte.

So kann ich heute rückblickend sagen, dass mir die Zeit an der Schule mit ihren naturgemäßen Höhen und Tiefen immer in sehr positiver Erinnerung bleiben wird und ich würde, auch wenn ich froh bin, dass die stressige Abizeit vorbei ist, diesen Weg jederzeit wieder einschlagen, denn es hat sich in jedem Fall gelohnt und ich bin sehr stolz auf uns, dass wir alles so gut geschafft haben.

So wünsche ich allen Studierenden und denjenigen, die es noch werden wollen, viel Glück, Mut und Durchhaltevermögen. Die Semester gehen schneller vorüber, als man anfangs denkt und auch an dieser Schule wird „nur mit Wasser gekocht“ J. Deshalb kann ich mich auch abschließend nur wiederholen, es lohnt sich in jedem Fall und macht zudem auch noch viel Spaß. J