Projektkurs Geschichte gewinnt 2. Preis

Während der aktuelle Jahrgang das bestandene Abitur feierte, fand zeitgleich die Preisverleihung des Geschichtswettbewerbs des Forums für Geschichtskultur an Ruhr und Emscher statt, bei dem das Projekt einiger Abiturienten eingereicht wurde. Die Studierenden des Abiturjahrgangs 2014 erreichten mit ihrem Radiofeature über das Denkmal Wilhelm I. dabei einen bravourösen 2. Platz.

2014-07_projektkurs-geschichte2Die neu geschaffenen Projektkurse wurden am Nikolaus-Groß-Abendgymnasium im Jahr 2013 erstmals und zum bislang einzigen Mal in die Tat umgesetzt. Geschichtslehrer Michael Meyer beschreibt den Projektkurs, der sich im ersten Bildungsweg bereits etabliert hat, als eine besondere Herausforderung in der Erwachsenenbildung. Hier musste die Lehrkraft die Studierenden zur Mitarbeit an einem Projektkurs motivieren, die mit einem eigentlich möglichst geringen Zeitaufwand ihr Abitur nachholen wollen. Darüber hinaus ist auch ein strukturelles Problem durch die Unterrichtszeiten morgens und abends auszugleichen, da eine regelmäßige Gruppenarbeit deutlich erschwert wird.

Mit viel Einsatzfreude ging die Gruppe, die schließlich aus neun Studierenden bestand, die Aufgabe an, die Geschichte des Reiterstandbildes Wilhelm I. zu erforschen. Diese Forschungsarbeit sollte Teil des Projekts „Denkort – Denkmal“ sein, das von der Universität Duisburg-Essen initiiert wurde und der Frage nachging, ob Denkmäler als Ausdruck regionaler Identität zu betrachten sind.

Neben der universitären Einbindung wurde der Projektkurs durch das Haus der Essener Stadtgeschichte unterstützt. Der Essener Archivar Herr Dr. Wisotzki durchsuchte das Stadtarchiv und fand zusammen mit den Studierenden eine Fülle an Dokumenten, die sich mit dem Reiterstandbild beschäftigten. Neben den vollständig überlieferten Zeitungsartikeln konnten die Studierenden sogar auf die Entwürfe des Architekten von 1898 zurückgreifen. Problematisch war zunächst das Entziffern der deutschen Kurrentschrift, das die Studierenden in Übungseinheiten erlernten, um so die Funde transkribieren zu können.

Die Ergebnisse sollten schließlich in einem Radiofeature veröffentlicht werden. Was früher noch ein Aufnahmestudio erfordert hätte, funktionierte dank der modernen Technik völlig unproblematisch. Mithilfe der Aufnahmefunktion von Smartphones wurde das fertige Feature eingesprochen und konnte im Januar 2014 im Internet veröffentlicht werden.

Der Beitrag ist mittlerweile in der Abschlusstagung in der Universität Duisburg-Essen von einigen Studierenden vorgestellt worden. Darüber hinaus meldete Michael Meyer das Projekt beim Geschichtswettbewerb unter dem Motto „Heimat im Ruhrgebiet“ an, da das Projekt als Teil der Lokalgeschichte Essens zu verstehen ist. Die Preisverleihung überschnitt sich jedoch mit der Abiturfeier der Studierenden, die das Projekt erarbeitet haben, sodass sich die Studierenden nicht persönlich den Lohn ihrer Mühen abholen konnten. In Vertretung nahm die Projektleiterin der Universität Duisburg-Essen, Simone Frank, den zweiten Preis entgegen. Neben der Würdigung der Leistung der Studierenden war der Preis mit einem Betrag von 400,-€ dotiert, der für die Unterstützung der schulischen Arbeit im Nikolaus-Groß-Abendgymnasium eingesetzt werden soll.

Die Schule möchte dem Projektkurs und seinem Kursleiter Michael Meyer an dieser Stelle gratulieren und für die geleistete Arbeit danken. Wer den Beitrag des Projektkurses anhören möchte, kann diesen unter folgendem Link finden:

Radiobeitrag des Projektkurses auf YouTube

Exkursion zur Zeche Zollverein

Zum nunmehr 100. Mal jährt sich der Beginn des 1. Weltkriegs, weswegen in vielen Ländern Europas und auf der ganzen Welt dieses Ereignisses gedacht wird. In der Sonderausstellung „1914 – Mitten in Europa“ wird in der Kokerei des UNESCO-Weltkulturerbes ein besonderer Schwerpunkt auf den Einfluss der Rhein-Ruhr-Region auf den Ersten Weltkrieg gelegt. Die Ausstellung verdeutlicht, dass der erste Weltkrieg zwar 1914 beginnt, aber bereits die Gedankenwelt der wilhelminischen Ära in den Krieg führte. Außerdem erlebten die Menschen im Rheinland und Ruhrgebiet erst lange nach Kriegsende friedliche Zeiten.

Da der erste Weltkrieg einen wichtigen Bestandteil des Geschichtsunterrichts am Nikolaus-Groß-Abendgymnasium darstellt, schlossen sich neben einigen Lehrern viele Studierende des dritten, vierten und fünften Semesters den beiden Führungen an, die das Museum anbot. Während einer Gruppe eine allgemeine Einführung in das Kriegsgeschehen geboten wurde, beschäftigte sich die zweite Gruppe mit dem Einfluss der Industrialisierung auf die Kriegsführung. Beeindruckende Exponate wie die ersten Prothesen und auch abschreckende Bilder der Gipsplastiken von Schwerverletzten des Kriegs verschafften einen Einblick in den bis dahin größten Krieg in der Geschichte.

Spracheinstellungen in gesprochener Interaktivität

Am 17.06.2014 besuchte der Deutschkurs des Semesters 2 die Veranstaltung „Spracheinstellungen in gesprochener Interaktivität. Eine Fallstudie in der Metropole Ruhr“ aus dem Linguistischen Kolloquium an der Universität Essen und erfuhr durch den Vortrag von Dr. Bellamy dessen neueste Erkenntnisse aus seiner Studie zu den Einstellungen zum Ruhrgebietsdeutsch.

Sommerfest am Nikolaus Groß Abendgymnasium

Bereits im Bericht über die neu gewählte Studierendenvertretung, berichtete die Vorsitzende, Frau Arens, über die Idee, ein Grillfest im Nikolaus-Groß-Abendgymnasium durchzuführen. Am vergangenen Samstag, den 14.06.2014 wurde das Fest bei trockenem Wetter durchgeführt. Über den ganzen Nachmittag besuchten ungefähr 70 Studierende, Lehrer, Familienangehörige und Freunde das Abendgymnasium, um sich außerhalb des Unterrichts Gespräche zu führen und gemeinsam zu essen. Außerdem ist das Fest insbesondere den angehenden Fachabiturienten gewidmet. Während diejenigen, die nach dem Fachabitur die Schule verlassen, bislang ihre Abschiedsfeier selbst organisieren mussten, sollen sie nun gleichzeitig mit diesem Fest gewürdigt werden.

Auf dem Innenhof des Abendgymnasiums wurden gleich zwei Grills aufgebaut, auf denen neben Fleisch auch vegetarische Kost zubereitet wurde. Außerdem war die Spendenbereitschaft der Teilnehmer so groß, dass ein üppiges Buffet in der Cafeteria aufgestellt werden konnte.

Die Veranstaltung wurde von den Lehrkräften wie auch von der Studierendenvertretung positiv aufgenommen. Trotz der knappen Vorbereitungszeit und der Tatsache, dass diese Veranstaltung zum ersten Mal durchgeführt wurde, nahm eine beachtliche Zahl von Gästen das Fest an. Auch die zahlreichen Helfer aus beinahe allen Semestern sorgten dafür, dass das Sommerfest zu einem Erfolg wurde.

„Wir wollen Ansprechpartner sein“

Die Studierenden des Nikolaus Groß Abendgymnasiums haben vor zwei Wochen zum ersten Mal nach langer Zeit ihre Studierendenvertreter gewählt. Im Gespräch erzählte uns eine der beiden Vorsitzenden, Dunja Arens, wie es zur Verwirklichung der Idee gekommen ist, und welche Pläne die neu gegründete Studierendenvertretung (SV) verfolgt.

Die Idee, eine SV zu gründen, wurde von Schulleiter Jochen Suthe an die Studierenden herangetragen und zunächst mit Skepsis aufgenommen: „Wir haben zunächst gedacht, dass hier ausschließlich Erwachsene sind, die sich mit den vorhandenen Strukturen Gehör verschaffen können.“ Allerdings folgte nach Diskussionen zwischen den Kurssprechern der verschiedenen Semester die Entscheidung, eine solche SV zu gründen. Lachend fügte Frau Arens hinzu, dass sie gehört habe, dass auch der ehemalige Schulleiter Bernhard Nadorf zu Beginn seiner Amtszeit versucht habe, die demokratische Teilhabe der Studierenden durch eine Vertretung zu stärken. Ganz ernsthaft fügte sie dann hinzu: „Nun müssen wir versuchen, dass diese Idee beibehalten wird.“

Weil bei der konstituierenden Sitzung die Vertreter dreier Semester fehlten, wurde ein zweites Treffen einberaumt, bei dem sich die Studierenden schließlich nicht nur für die Gründung der SV entschieden, sondern auch Frau Komowski und Frau Arens zu den Vorsitzenden dieser Institution wählten. Darüber hinaus wählten die Studierenden Herrn Becker zum Vertrauenslehrer.

Innerhalb der Schule sieht die SV ihre Aufgabe darin, wichtige Entscheidungen mitzugestalten, aber auch darin, eine Möglichkeit der Konfliktbewältigung der Studierenden untereinander zu schaffen. „Oftmals werden die ‚Lieblinge’ einer Klasse zu Kurssprechern gewählt. Das kann problematisch sein, wenn sich jemand gerade nicht an diese Person wenden möchte. Für diese Fälle wollen wir Ansprechpartner sein, damit eine Konfliktlösung möglich ist, ohne dass sofort ein Lehrer hinzugezogen wird.“ So definiert Frau Arens ihren Aufgabenbereich. Des Weiteren steckt die SV auch mitten in den Planungen für ein Grillfest, das am 14 Juni stattfinden soll. „Hier sollen auch die Fachabiturienten eine Abschiedsfeier bekommen.“ Natürlich soll dieses Fest auch für alle anderen Semester zugänglich sein und die SV hofft auf eine rege Beteiligung: „Wir wollen das Fest absichtlich tagsüber veranstalten, da wir wissen, dass es so für viele Studierenden einfacher ist, ihren Anhang mitzubringen. Wäre es abends, müsste man zunächst einen Babysitter organisieren.“

Anders als an der Tagesschule bleiben unsere Studierenden nicht sechs oder gar neun Jahre an der Schule, sondern höchstens dreieinhalb Jahre oder weniger. Dies erfordert Einsatz, damit die neu geschaffenen Strukturen aufrecht erhalten bleiben: „Hier muss die Einzelperson ganz klar Verantwortung übernehmen.“

So berichtete Frau Arens von der Organisation des zweiten Treffens, dass in einem Semester nicht einer der vier Kurssprecher anwesend war, und sie die Kursteilnehmer dazu überreden musste, einen spontanen Stellvertreter zu entsenden, damit das Treffen beschlussfähig sein konnte.

Fortan wird die SV alle Studierenden über das schwarze Brett in der Cafeteria über ihr Wirken informieren, deswegen lohnt sich der regelmäßige Blick auf die neu angebrachte Tafel, um Neuigkeiten zu erfahren.

Abschließend wünschen wir der Studierendenvertretung ein gutes Gelingen.

Übergabe der Spenden an das Kinderhospiz Regenbogenland

Der Scheck in Höhe von 819,60 Euro wurde von den Studierenden des Abendgymnasiums an das Kinderhospiz übergeben.

Beim diesjährigen Schulfest einigten sich die Studierenden des Semesters 2 darauf, mögliche Gewinne an das Kinderhospiz Regenbogenland in Düsseldorf zu spenden. Insgesamt blieben 819,60€ für das Regenbogenland übrig, die am 12. Dezember von zwei Studierenden übergeben wurden. Im Kinderhospiz wurde die Spende mit großer Freude angenommen. Die Studierenden und die Klassenlehrer des S2 wurden durch die Räumlichkeiten geführt und erhielten Tassen des Regenbogenlands als Dankeschön, die ab jetzt in der Cafeteria verwendet werden.

Priesterweihe von Thomas Fahle

Von links nach rechts: Frau Dr. Christiane Schmidt, Leiterin des Mariengymnasiums in Essen-Werden und ehemalige Lehrerin am Nikolaus Groß Abendgymnasium, Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck, Neupriester Thomas Fahle und Bernhard Nadorf, Leiter des Nikolaus Groß Abendgymnasiums

Liebe Studierende und Lehrende des Nikolaus-Groß-Abendgymnasiums,

es ist mir eine große Freude, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass unser ehemaliger Studierender, Herr Thomas Fahle, am Freitag, dem 25. Mai 2012 im Dom von Essen durch unseren Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck zum Priester des Bistums Essen geweiht wurde. Im Rahmen der Weihezeremonie legen die Priester unseres Bistums dem Neupriester ihre Hände auf den Kopf des neuen Priesters. Mit diesem Zeichen begrüßen sie ihn in ihrer Mitte. Unter diesen Priestern befanden sich mehrere, die auch an unserer Schule das Abitur erreicht haben.

Ehemalige Verwaltungsangestellte wie Herr Fahle oder Stahlarbeiter, Bergmänner oder Bankfachleute, die sich entscheiden, neue Wege zu gehen: als Ärzte, Juristen oder auch in geistlichen Berufen wie dem Beruf des Seelsorgers. Alle diese Möglichkeiten für eine neue berufliche Perspektive können sich durch den Besuch des Nikolaus-Groß-Abendgymnasiums eröffnen.

Als Schule in der Trägerschaft des Bistums Essen haben wir ein besonderes Interesse, die Informationen über die geistlichen Berufe in unserer Kirche an die Studierenden der Schule weiterzugeben – über Menschen, die uns als Seelsorger begleiten, den Gottesdienst mit uns feiern, unsere Kinder taufen, sie auf die Erstkommunion und die Firmung vorbereiten, die Ehepaare segnen, Menschen in Krankheit und Tod begleiten und das soziale Profil unseres Ruhrbistums durch ihren glaubwürdigen diakonalen Dienst in unseren Pfarrgemeinden verkörpern.

Und so ist die Priesterweihe unseres ehemaligen Studierenden Thomas Fahle zum einen mit der dankbaren Erinnerung an alle unsere Studierenden verbunden, die diesen Weg seit dem Jahre 1959 bereits gegangen sind und als Frauen und Männer einen geistlichen Beruf gewählt haben. Sie ist zugleich ein Impuls dafür, die Information und das Gespräch über diese Berufe weiter zu verstärken – durch die links auf unserer homepage, durch schriftliche Informationen, die in unserem Hause ausliegen und vor allem durch die persönliche Begegnung mit Menschen, die bewußt diese Entscheidung getroffen haben.

Ich möchte Sie alle sehr herzlich zu einer solchen Begegnung mit unserem ehemaligen Studierenden einladen – zu einer Primizfeier in unserem Hause und zu einem Gespräch mit Herrn Fahle. Den Termin werde ich Ihnen rechtzeitig bekanntgeben.

Abschließend möchte ich Herrn Fahle im Namen der ganzen Schulgemeinde noch einmal sehr herzlich gratulieren und ihm alles Gute wünschen – im Dienst der Menschen im Ruhrbistum und im Ruhrgebiet.

Ein herzliches GLÜCKAUF.

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Der Neupriester Thomas Fahle mit dem Bischof von Essen, Dr. Franz-Josef Overbeck

Primizfeier am 13. September 2012 im Abendgymnasium

Im Namen unserer ganzen Schulgemeinde lade ich Sie alle zu einer Primizfeier unseres Neupriesters und ehemaligen Studierenden Thomas Fahle am Donnerstag, dem 13.09. 2012 um 10.00 Uhr und um 19.15 Uhr und zu einer anschließenden Begegnung ein.