Informationen zum Schulstart am 11. Januar

Liebe Studierende des Nikolaus-Groß-Abendgymnasiums,

zunächst einmal wünsche ich Ihnen auch im Namen des Kollegiums und allen Mitarbeitern des Nikolaus-Groß-Abendgymnasiums alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen zum neuen Jahr. Ich hoffe, dass Sie ein besinnliches Weihnachtsfest und schöne Tage rund um den Jahreswechsel verbringen konnten.

Wie Sie sicher schon aus den Medien erfahren haben, hat das Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW die grundlegenden Informationen zum Wiederbeginn des Schulbetriebs nach den Weihnachtsferien in den letzten Tagen veröffentlicht. Diese sind auch für uns bindend.

Dies bedeutet für den Schulbetrieb an unserer Schule Montag, den 11.01.2021 folgendes:

  1. Ab Montag, dem 11.01.2021, wird der Unterricht am Nikolaus-Groß-Abendgymnasium ausschließlich als Distanzunterricht durchgeführt. Basis dessen werden die Ihnen zur Verfügung gestellten Programme des office365 (insbesondere Teams) sein. Stellen Sie daher sicher, dass Ihre Endgeräte dementsprechend vorbereitet sind.

Der Unterricht beginnt wie gewohnt um 08.15 Uhr bzw. 17.30 Uhr und folgt dem bekannten Stundenplan. Eine Pause wird nach der zweiten Stunde für 15min erfolgen. Der Unterricht beginnt in der Regel mit einer kurzen Videokonferenz durch den Fachlehrer, der die Anwesenheit feststellt und Sie über den weiteren Unterrichtsverlauf informiert.

Beachten Sie, dass die Teilnahme verpflichtend ist und die Ihnen bekannten Entschuldigungsregeln anzuwenden sind. Sollten Sie begründet nicht am Unterricht teilnehmen können (Krankheit, o.ä.) informieren Sie bitte den Klassenlehrer bzw. die Klassenlehrerin über Teams und sprechen Sie mit ihr / ihm das weitere Vorgehen ab.

Das Sekretariat ist in der kommenden Zeit ebenfalls zu den gewohnten Öffnungszeiten für Sie telefonisch erreichbar.

  1. Sollten Sie über kein digitales Endgerät verfügen, mit dem Sie den Ansprüchen gemäß am Unterricht teilnehmen können, informieren Sie bitte umgehend Ihren KlassenlehrerIn. Nach Rücksprache mit dem Schulträger prüfen wir aktuell die rechtlichen Vorgaben, inwiefern Sie gegebenenfalls in der Schule an einem Ihnen dort zur Verfügung gestellten Computer arbeiten können. Detaillierte Informationen werden wir dann persönlich mit Ihnen erörtern.
  2. Die für die Zeit nach den Weihnachtsferien terminierten Klausuren in den Semestern VK-S2 finden nicht mehr statt. Es werden ebenfalls keine Nachschreibklausuren in diesen Semesterstufen durchgeführt.

Dies gilt nicht für die Studierenden der Semester 3, 4 und 5. Hier werden alle noch ausstehenden Klausuren durchgeführt und auch die verpassten Klausuren müssen nachgeschrieben werden. Einen detaillierten Klausurplan habe ich diesen Informationen angefügt.

Alle Klausuren finden selbstverständlich zu den angegebenen Zeiten unter Einhaltung der gebotenen Hygienevorschriften in der Schule statt. Sollten Sie hierzu Rückfragen haben, richten Sie diese bitte an die Fachlehrerin bzw. an den Fachlehrer.

Ich weise Sie ausdrücklich darauf hin, dass am Ende dieses Semesters Zeugnisse ausgestellt und Berechtigungen zum Besuch des nächsthöheren Semesters ausgesprochen werden, die Ihre bisherigen aber die noch zu erbringenden Leistungen berücksichtigen. Um Ihren schulischen Erfolg nicht zu gefährden, sollten Sie daher selbstverständlich regelmäßig und intensiv am Unterricht auch in digitaler Form teilnehmen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen wichtigen Informationen die in dieser Zeit notwendige Klarheit für den Wiederbeginn des Unterrichts nach den Ferien geben konnte. Sollten Sie noch einzelne Rückfragen besitzen, richten Sie diese doch bitte an Ihre FachlehrerIn oder auch KlassenlehrerIn, die diese dann am Montag mit Ihnen besprechen werden.

Ich wünsche Ihnen noch ein erholsames Wochenende freue mich auf ein „digitales Wiedersehen“ in der kommenden Woche.

Viele Grüße

Schulleiter

Frohe Weihnachten und ein gutes, neues Jahr 2021

Liebe Mitglieder der Schulgemeinde,
liebe Freunde und Förderer des Nikolaus-Groß-Abendgymnasiums

Wie auf der ganzen Welt erfuhr auch die Gemeinschaft des Nikolaus-Groß-Abendgymnasiums das Jahr 2020 als eines, in dem die begrenzte Kontrolle des Menschen auf die Kräfte der Natur deutlich wurde. Neben Ausfällen des Unterrichts erlebten wir aber auch positive Ereignisse. Wir haben gesehen, dass die Schulgemeinschaft miteinander dafür sorgt, dass Schule im zweiten Bildungsweg auch in Zeiten einer Pandemie lebendig und bereichernd bleibt und zum Glück haben wir auch in diesem Jahr zweimal die Gelegenheit wahrnehmen dürfen mit unseren Studierenden neue Erfolgsgeschichten zu feiern.

Schon zu Beginn des Jahres, als noch niemand sich Menschen mit Masken im Supermarkt oder Kontaktsperren vorstellen konnten, mussten die Studierenden einen Tag zu Hause bleiben, da ein Besuch aufgrund des Orkans „Sabine“ zu gefährlich war. Im März folgte der erste pandemiebedingte Lockdown, bei dem durch einzelne Kollegen in Windeseile ein System zum Distanzlernen eingerichtet wurde. In diesen Wochen wurden den Studierenden die Materialien über das System „classroom“ weitegeleitet, diese konnten ihre Erarbeitungen digital einreichen und sich über Videokonferenzen austauschen. Durch ein zügig erstelltes Hygienekonzept wurde sichergestellt, dass die Studierenden des Semesters 6 ihre Prüfungen ablegten, und im Sommer erlaubten es die Infektionszahlen sogar, dass die Studierenden in kleinem Rahmen auf unserem Parkplatz ihren Abschluss feiern konnten.

Nach den Sommerferien normalisierte sich der Schulbetrieb im Zeichen der Corona-Pandemie. Masken im Unterricht wurden zum Alltag und auch das öffentlich so wenig beachtete Winterabitur ist soeben erfolgreich abgelegt worden. So kurz vor Weihnachten muss das Abendgymnasium sich erneut der Herausforderung des Distanzunterrichts stellen und kann diese noch besser als im Frühjahr bewältigen. Durch die Einführung der Kommunikationsplattform „Teams“ findet der Unterricht im Regelbetrieb Einzug in die Wohnungen unserer Studierenden. Dass wir all diese Herausforderungen bewältigt und wie wir sie gemeistert haben lässt uns zufrieden und dankbar auf das so wechselhafte Jahr zurückblicken.

Besonders schmerzt uns allerdings der fehlende Austausch außerhalb des Unterrichts, Theaterbesuche, „Auszeit-Tage“, Studienfahrten und außerunterrichtliche Treffen innerhalb der Kursgemeinschaften, die für eine lebendige Schulgemeinschaft ungemein wichtig sind.

Aber auch der fehlende Austausch mit all unseren ehemaligen Studierenden, den früheren Kolleginnen und Kollegen, einfach allen Freundinnen und Freunden unseres Abendgymnasiums schmerzt uns sehr und wir freuen uns schon jetzt darauf, hoffentlich im kommenden Jahr wieder gemeinsam ein Grill- und Schulfest feiern zu können.

Wir gehen allerdings optimistisch in das Jahr 2021, in dem wir weitere Erfolgsgeschichten schreiben werden, in dem wir uns freuen, wenn der Unterricht wieder im Normalzustand stattfindet, der dann jedoch mit einer Menge Know-How im Bereich des digitalen Lernens unterstützt wird, und in dem wir hoffen, alle die Freundinnen und Freunde des Abendgymnasiums auf einem unserer Feste wieder begrüßen zu dürfen.

Das Nikolaus-Groß-Abendgymnasium wünscht allen ein besinnliches und frohes Weihnachtsfest, Gesundheit und Gottes reichen Segen für das kommende Jahr 2021.

 

Herzlichst Ihr,

Jochen Suthe, OStD i.K.
– Schulleiter –

Distanzunterricht am NGA – Klausuren finden statt!

In der am Freitag, den 11. Dezember veröffentlichten Dienstmail des Schulministeriums NRW werden die Schulen aufgefordert ab dem kommenden Montag, den 14. Dezember 2020, den Unterricht auf Distanz zu erteilen. Dabei gelten für das Nikolaus-Groß-Abendgymnasium folgende Beschlüsse:

 

In der Woche vom 14. – 18. Dezember 2020 findet der Unterricht als Distanzunterricht statt. Im Rahmen des Quali-Tages wurde der Unterricht mit Hilfe der eingeführten Plattform „Teams“ erfolgreich geprobt und soll in dem Zeitraum auf diese Weise durchgeführt werden.

Studierende, die nicht die dafür notwendigen Endgeräte oder den erforderlichen Internetanschluss besitzen, können in der Schule zu den Unterrichtszeiten Endgeräte zur Verfügung gestellt bekommen. Wir bitten Sie, Ihre KlassenlehrerInnen vorab zu informieren, falls Sie in der Schule am Distanzunterricht teilnehmen, damit wir sicherstellen können, dass eine ausreichende Anzahl an Endgeräten zu dem Zeitpunkt zur Verfügung stehen.

Die Klausuren, die in der Woche vom 14. – 18. Dezember angesetzt waren, finden in Präsenz statt. Das Abendgymnasium wird dafür Sorge tragen, dass die geltenden Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Für die Klausuren besteht Präsenzpflicht. Dementsprechend ist ein Nachschreiben entsprechend der geltenden Entschuldigungsordnung lediglich mit einem Nachweis des Arztes oder des Arbeitgebers möglich.

Das Nikolaus-Groß-Abendgymnasium wünscht auf diesem Weg ein gutes Gelingen für die kommende Woche und Ihnen sowie Ihren Familien, dass Sie gesund bleiben.

Verstärkung an der Franziskanerstraße

Seit dem 1. November verstärkt Bettina Depta das Team des Nikolaus-Groß-Abendgymnasiums mit den Fächern Deutsch und Geographie. Frisch aus dem Referendariat wechselte sie vom Goethe-Gymnasium Dortmund an das Abendgymnasium Essen und unterstützt neben ihrer fachlichen Ausbildung das Kollegium mit ihrer Expertise zum digitalen Lernen. Gerade in der aktuellen Lage der Pandemie ist diese Hilfe ein wichtiger Baustein, um die Versorgung unserer Studierenden bestmöglich zu garantieren. Im folgenden Interview wollen wir die neue Kollegin vorstellen. Die gesamte Gemeinde des Nikolaus-Groß-Abendgymnasiums wünscht ihr eine gute und vielseitige Zeit am neuen Arbeitsplatz:

Nikolaus-Groß-Abendgymnasium (NGA): Herzlich Willkommen am Abendgymnasium! Wie wurdest du im Kollegium begrüßt?

Bettina Depta: Ich bin hier toll aufgenommen worden. An meinen ersten Tagen haben sich alle bei mir vorgestellt und haben mir ihre Hilfe angeboten. Diese herzliche Atmosphäre, die am ersten Tag zu spüren war, erlebe ich bis heute immer wieder.  Ich bin zwar erst kurze Zeit hier, habe aber jetzt schon das Gefühl, lange Zeit hier zu arbeiten. Ich komme sehr gerne hier hin.

NGA: Wie hast du die Studierenden unserer Schule in den ersten Wochen erlebt?

Bettina Depta: Ich bin ehrlich, dass ich vor meiner Stelle wenig Berührungspunkte mit dem Zweiten Bildungsweg hatte und vorher etwas skeptisch war. Die Schulleitung ermöglichte mir, vor meiner Entscheidung an dieser Schule zu hospitieren. Herr Hannibal konnte an diesem Tag viele meiner Fragen beantworten und die Eindrücke waren positiv. In meinen ersten Wochen erlebe ich die Arbeit mit den Studierenden auf Augenhöhe. Dadurch ist das Arbeitsklima an der Schule sehr positiv. Das macht mir beim Unterrichten Freude.

NGA: Du kommst aus dem Ruhrgebiet. War es ein Wunsch von dir, in dieser Region zu bleiben?

Bettina Depta: Diesen Wunsch hatte ich. Auch aus fachlicher Sicht ist das Ruhrgebiet ein perfekter Standort. Im Fach Geographie sprechen wir auch über Themen wie den Strukturwandel an Orten, die sich auf Grund der globalisierten Wirtschaft neuen Gegebenheiten anpassen müssen. Wie dies funktioniert, kann man besonders gut in dieser Region erleben, weswegen die Themen, die wir besprechen, für das Leben der Studierenden eine Relevanz haben.

NGA: Damit sprichst du eines deiner beiden Fächer an. Warum faszinieren dich die Fächer Geographie und Deutsch?

Bettina Depta: Im Fach Deutsch mag ich es, mich mit den Studierenden über Texte auszutauschen. Jeder Text kann immer wieder neu interpretiert werden und die verschiedenen Ansichten der Menschen erzeugen dabei immer einen ganz neuen Ansatz, wie diese Texte verstanden werden können.

In Geographie geht es darum, in welcher Kultur wir leben, und wir tauschen uns darüber aus, wie wir geprägt sind und wie die Menschen in anderen Kulturkreisen geprägt sind. Dabei ergeben sich automatisch ganz aktuelle Fragestellungen. Jeder Mensch muss sich beispielsweise mit den Auswirkungen der Globalisierung auseinandersetzen und in diesem Zuge mit dem Klimawandel. Im letztgenannten Bereich erleben wir, dass das Engagement gerade junger Menschen wächst. Im Geographieunterricht können wir erreichen, dass die jungen Menschen ihr Handeln reflektieren, also wie, warum und wofür sie sich einsetzen, was wir Handlungskompetenz nennen. Diese Begleitung finde ich erfüllend, da wir Geographielehrer etwas tun können, um die Welt zu verbessern.

NGA: Inwiefern unterscheidet sich unsere Schule von einer Schule des Ersten Bildungswegs?

Bettina Depta: Hier habe ich keine Pausenaufsichten und Elternsprechtage. (lacht) Im Ernst: Schon früh habe ich gemerkt, dass der Beratungsaspekt, den man im Ersten Bildungsweg vor allen Dingen an Elternsprechtagen ausübt, an dieser Schule regelmäßig von den Studierenden eingefordert wird. Dieser Aspekt findet dementsprechend sehr intensiv mit einem erwachsenen Lerner statt. Ich habe den Eindruck, dass ich gut auf die Situation der Studierenden eingehen kann. Ich bin nicht viel älter als die meisten Studierenden und auch in meinem Freundeskreis sind nicht alle Lehrer geworden, sondern haben ganz unterschiedliche Lebenswege.

NGA: Inwiefern macht der Umgang mit Erwachsenen die Arbeit herausfordernd?

Bettina Depta: Die Herausforderung war, dass es ein komplett neues Arbeiten war. Anfangs habe ich befürchtet, dass ich gerade die kleinsten Schüler an der Regelschule vermissen würde. Die Aufgabe hier füllt mich aber völlig aus, sodass diese Skepsis unbegründet war. Der Erziehungsaspekt ist am Abendgymnasium sicher nicht so ausgeprägt wie an der Regelschule, denn die Studierenden bringen eine hohe Eigenmotivation mit und arbeiten im Unterricht mit, da sie die Schule mit einem Ziel besuchen. Dabei belebt es meine Arbeit, dass die Studierenden eine Lebensgeschichte mitbringen, die sie in den Unterricht einbringen können, wenn sie unterschiedliche Unterrichtsgegenstände betrachten. Außerdem bringt der Standort aufgrund der Zusammensetzung der Klassen auch kulturelle Vielfalt mit sich, was sich auch auf die Gespräche im Unterricht auswirkt. Dies stellt einen Mehrwert für den Unterricht dar.

NGA: Vielen Dank für das Gespräch und viel Freude an unserer Schule!

„Die Schule ist sehr um uns bemüht“ – Die neuen SV-Sprecher

Im Jahr 2020 brach das erfahrene Team der SV-Sprecher auseinander, da Saskia Kuhnke erfolgreich ihr Abitur absolvierte und Paul Springfeld sich auf eben dieses Abitur konzentrieren möchte. Deswegen wählte die SV Julia Litzenberger und Carsten Stürznickel (beide Semester 3) zu ihren Nachfolgern. Im Gespräch mit dem Nikolaus-Groß-Abendgymnasium erzählen Sie über Ihre Motivation, die Belastungen durch die Corona-Pandemie und die Digitalisierung der Schule.

Gut gelaunt kommen die neuen SV-Sprecher zum Gespräch. Beide sind mit großen Plänen an die Schule gekommen. Julia Litzenberger spricht über ihre Wünsche, die sie mit dem Besuch des Nikolaus-Groß Abendgymnasiums verbindet: „Ich möchte mein Leben verändern und eine bessere Zukunft für mich und meine Tochter haben.“ Nun ist es eine Sache, sich anzumelden, eine verantwortungsvolle Aufgabe ist es dann aber, die Studierenden in der Studierendenvertretung (SV) zu repräsentieren. Hierbei gibt Carsten Stürznickel augenzwinkernd verschiedene Gründe an, weswegen er diese Herausforderung angenommen hat: „Ich wollte mitbekommen, wie die Dinge auf der Ebene laufen können. Ich will aber auch eingreifen. Abgesehen davon rede ich auch gern.“

Besonders ungewöhnlich erleben die Studierenden die Schule durch die Corona-Pandemie. Julia Litzenberger sieht durchaus Vorteile in der schneller sich vollziehenden Digitalisierung: „Digitalisierung finde ich gut. Man kann so auf Dateien zurückgreifen und so Lücken aufarbeiten, die sich im Unterricht bilden. Ich kann auch Aufgaben einreichen. So gut die Möglichkeiten aber auch sind, kann es den Präsenzunterricht nicht ersetzen. Die Klassengemeinschaft, die Lehrer, das gemeinsame Arbeiten bieten da noch mehr Möglichkeiten.“ Carsten Stürznickel sieht diese Änderungen deutlich kritischer: „Am Ende ist ein Buch auch heute noch besser als eine Digitalversion. Außerdem empfinde ich digitale Aufgaben und digital gesetzte Termin als viel anstrengender.“

Damit die Digitalisierung vernünftig umgesetzt wird, möchte Carsten Stürznickel die Schule von Seiten der Studierenden unterstützen: „Ich möchte, dass sich Leute zusammenrotten, die Ideen einbringen, die die Lehrer vielleicht nicht betrachten können oder keine Ressourcen dafür haben.“

Die SV hat sich motivierte Sprecher ausgewählt. Besonders nachhaltig ist dabei der Wunsch von Julia Litzenberger: „Ich habe auf jeden Fall schon von vielen gehört, dass sie sich im Sommer einen Eiscremeautomaten wünschen würden.“ Dabei und bei allen anderen Projekten wünscht die Schulgemeinde des Nikolaus-Groß-Abendgymnasiums den beiden SV-Sprechern gutes Gelingen und Gottes Segen.

 

 

Nachfolgend lesen Sie das gesamte Interview mit Julia Litzenberger und Carsten Stürznickel:

Nikolaus-Groß-Abendgymnasium (NGA): Wie kamen Sie darauf, sich am Abendgymnasium anzumelden?

Julia Litzenberger: Ich möchte mein Leben verändern und eine bessere Zukunft für mich und meine Tochter haben. Deswegen möchte ich die Schule nun durchziehen.

Carsten Stürznickel: Es ist mein zweiter Anlauf hier. Ich wollte vor einigen Jahren am Zivildienst vorbeikommen und das Abendgymnasium war meine Idee. Das Semester hatte jedoch schon begonnen. Da ich damals nur in NRW das Abitur machen durfte, konnte ich das zu dem Zeitpunkt auch nicht woanders machen. Ich möchte in Zukunft etwas studieren, wofür ich das Abitur brauche, deswegen werde auch das jetzt durchziehen.

NGA: Wie haben Sie die SV wahrgenommen, als Sie angefangen haben?

Carsten Stürznickel: Ich habe sie motiviert wahrgenommen. Es gab Situationen, in denen sie sehr aufgebracht war, aber sie fühlte sich stets verbunden mit der Schule und den dazugehörigen Dingen.

NGA: Gab es konkrete Projekte, bei denen die SV im Schulleben sichtbar wurde?

Julia Litzenberger: Ich habe vor allen Dingen wahrgenommen, dass die SV die AGs an der Schule organisiert hat. Das fand ich super.

NGA: Warum haben Sie sich als SV-Sprecher aufstellen zu lassen?

Julia Litzenberger: Ich will an der Schule etwas bewirken und auch gute Laune verbreiten (lacht).

Carsten Stürznickel: Ich wollte mitbekommen, wie die Dinge auf der Ebene laufen können. Ich will aber auch eingreifen. Abgesehen davon rede ich auch gern (lacht).

NGA: Wo sehen Sie Ihre Hauptaufgabe als SV-Sprecher?

Carsten Stürznickel: Ich will eingreifen, wenn es brennt. Ich will etwas tun können, wenn etwas nicht richtig läuft. Das ist aktuell kein akutes Gefühl, was das Innere angeht. Von außen wirkt allerdings die Corona-Pandemie stark auf uns ein.

Julia Litzenberger: Da wir noch ganz frisch im Amt sind, müssen wir auch noch gucken, dass wir mitbekommen, wie die Aufgabe zu nehmen ist. Ich habe auf jeden Fall schon von vielen gehört, dass sie sich im Sommer einen Eiscremeautomaten wünschen würden. (lacht)

NGA: Sie sprechen die Corona-Zeit an. Sie gehen zu einem besonderen Zeitraum zur Schule. Wo sehen Sie bei sich oder den anderen Studierenden die größten Belastungen, die aus der Zeit erwachsen?

Julia Litzenberger: Bei den Studierenden herrscht keine Angst, aber viel Verwirrung durch die Zeit. Durch das digitale Lernen ist der Ansprechpartner nicht unmittelbar vor Ort. Digitalisierung finde ich gut, ich habe schon in der Volkshochschule Moodle mit organisiert und bin somit damit schon früher in Berührung gekommen. Man kann so auf Dateien zurückgreifen und so Lücken aufarbeiten, die sich im Unterricht bilden. Ich kann auch Aufgaben einreichen. So gut die Möglichkeiten aber auch sind, kann es den Präsenzunterricht nicht ersetzen. Die Klassengemeinschaft, die Lehrer, das gemeinsame Arbeiten bieten da noch mehr Möglichkeiten. Das ist extrem wichtig für einen guten Abschluss.

Carsten Stürznickel: Ich mag die Digitalisierung nicht. Ich habe mich 25 Berufsjahre mit diesem Feld beschäftigt. Ich sehe dies nicht als Lösung für Probleme, die an der Schule auftreten, allerdings erkenne ich die Notwendigkeit in der derzeitigen Lage. Durch Corona werden die Dinge an allen Stellen forciert, es sollte aber nicht nur darauf ankommen. Am Ende ist ein Buch auch heute noch besser als eine Digitalversion. Außerdem empfinde ich digitale Aufgaben und digital gesetzte Termin als viel anstrengender.

NGA: Da argumentieren Sie allerdings gegen seit Jahren von Gesellschaft und Politik formulierten Forderungen, dass Schule digitaler werden sollte.

Carsten Stürznickel: Ich sehe die Notwendigkeit eher, dass in der Schule eine gute Tafel hängt. Damit kann man viel besser arbeiten als mit allem anderen.

NGA: Das Schulleben ist durch Corona in weiten Teilen zum Erliegen gekommen. Welche Maßnahmen gibt es, die da gegensteuern können?

Julia Litzenberger: Es ist schade, dass das Schulfest oder die Winterbergfahrt nicht stattfinden können. Die Frage ist, ob man eine Fahrt in Eigenregie organisieren kann. Das Schulfest muss auch nicht auf dem Schulgelände stattfinden. Wenn es als Privatveranstaltung durchgeführt wird, ist die Schule nicht für die Durchführung verantwortlich. Vielleicht kann es auch draußen durchgeführt werden.

Carsten Stürznickel: Am Ende ist die Realität aber größer als die genannten Dinge. Wir müssen aktuell mit der Corona-Pandemie leben und uns und andere schützen. Es ist nicht so, als wenn es einen Drang gäbe, dass wir die Veranstaltungen nicht durchführen wollen. Das Gegenteil ist der Fall, denn jeder versucht Lösungen zu finden. Diese Pandemie ist allerdings ein Problem, dass wir sogar als Menschheit nicht unter Kontrolle bekommen.

NGA: Wie gut geht das Abendgymnasium auf die Bedürfnisse der Studierenden ein?

Carsten Stürznickel: Das macht die Schule ziemlich gut. Manchmal geht die Schule besser auf die Studierenden ein, als sie kommuniziert. Die Schule ist sehr um uns bemüht, darüber hinaus ist sie auch fantastisch ausgestattet.

NGA: Gibt es denn Verbesserungsbedarf?

Julia Litzenberger: Es konnte noch besser unter- und miteinander kommuniziert werden.

Carsten Stürznickel: Die Kommunikation wird manchmal durch die Zweiteiligkeit zerrissen. Die Verbindung zwischen dem Vormittag und dem Abend sehe ich da als große Schwierigkeit. Ich bin beispielsweise fast ausschließlich am Abend in der Schule und kenne dementsprechend kaum etwas vom Vormittag.

NGA: Warum finden Sie in der Erwachsenenbildung am Abendgymnasium die SV-Arbeit wichtig?

Carsten Stürznickel: Ich habe dadurch das Gefühl nicht nur bewegt zu werden, sondern auch zu bewegen. Das Geheimnisvolle der Vorgänge geht im positiven Sinne verloren, weil man mehr Einblicke bekommt.

Julia Litzenberger: Ich finde die SV-Arbeit auch wichtig, weil dadurch eine bessere Kommunikation zwischen Studierenden und Lehrern entsteht. Als Lehrer kann man sich nicht die Meinungen aller Studierenden anhören, deswegen ist es gut, wenn die Meinungen in der SV gebündelt werden und als Feedback zurückgemeldet werden.

NGA: Welche Ideen wollen Sie in Ihrer jetzt beginnenden Amtszeit verwirklichen?

Julia Litzenberger: Da kann ich noch einmal den Eisautomat einbringen. (lacht)

Carsten Stürznickel: Ich habe den Eindruck, dass die Last der Digitalisierung auf wenigen Schultern liegt. Da würde ich gerne einen Gegenpol durch die Studierenden erzeugen. Ich möchte, dass sich Leute zusammenrotten, die Ideen einbringen, die die Lehrer vielleicht nicht betrachten können oder keine Ressourcen dafür haben.

NGA: Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg bei Ihrer A

Nikolaus-Groß-Abendgymnasium am Montag, dem 10.02.2020, wegen Sturmwarnung geschlossen

Die Dezernentin für Schule und Hochschule des Bistums Essen hat heute Nachmittag beschlossen, dass aufgrund der für den kommenden Sonntag und Montag angekündigten schweren Stürme die bischöflichen Schulen in Essen am Montag, dem 10.02.2020, geschlossen bleiben.
Das heißt, dass auch das Nikolaus-Groß-Abendgymnasium am Montag, 10.02.2020, geschlossen bleibt.

Einladung zum Schulfest am 25. November

 

Liebe Studierenden, Lehrenden, Ehemaligen und Freunde des Nikolaus-Groß-Abendgymnasiums,

das zweite Semester lädt Sie alle ein, gemeinsam am 25. November ab 19:00 Uhr unser Schulfest zu feiern. In der neu gestalteten Aula wird Musik gespielt, in der Cafeteria und dem Großgruppenraum ist ausreichend Platz, um sich (wieder) zu treffen und in Erinnerungen zu schwelgen. Getränke und ein Buffet runden das Angebot ab. Die Schulgemeinschaft freut sich darauf, Sie in großer Zahl begrüßen zu dürfen.