Bilder von der Abifeier Januar 2008

Hier sehen Sie alle Bilder von der Abiturfeier vom 11. Januar 2008:

45 internationale Abiturient(inn)en mit der „licence to study“

Studierende aus dem gesamten Ruhrgebiet haben in den vergangenen Jahren zu einer Klassengemeinschaft zusammengefunden, die Schulleiter Bernhard Nadorf heute in seiner Rede mit einem Regenbogen vergleicht, der „die Vielfalt in der Einheit widerspiegelt“. Denn viele der Studierenden, die heute ihr Abiturzeugnis entgegen nahmen, stammen ursprünglich aus anderen Regionen, anderen Ländern und anderen Erdteilen. Sie kommen „aus der Türkei, den Philippinen, aus Griechenland, Polen und Nigeria“, so Bernhard Nadorf, und sind „eine Bereicherung dieser Gesellschaft“. Zum Beispiel Frau Jolanthe Tadla aus Polen, die heute ihr Abiturzeugnis mit einem Notendurchschnitt von 1,0 bekam. Ihre Leistung wurde vom Schulleiter stellvertretend für die beachtlichen Leistungen der anderen ausländischen Studierenden hervorgehoben. Tadla erreichte im Fach Deutsch die Note „sehr gut“!

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Abiturientin des Abendgymnasiums und Mutter einer Tochter, Zehra Cetin (links) mit ihrem Ehemann Ömer Cetin (rechts) und Bruder Deniz Serttas (Mitte)

Besonders beachtlich ist auch die Leistung der Studierenden Zehra Cetin, die heute gemeinsam mit ihrem Mann Ömer Cetin und ihrem Bruder Deniz Serttas ihr bestandenes Abitur feierte: Noch am Tag ihrer mündlichen Abiturprüfung kam sie ins Krankenhaus, um dort zwei Tage später ihre Tochter zur Welt zu bringen. Als besondere Belastung habe sie ihre Prüfung deshalb aber nicht angesehen, im Gegenteil: „Werdende Mütter sind in ihrer Schwangerschaft häufig gelassener“, erzählt die gelernte Friseurin und Kosmetikerin heute. Auch Zehra Cetin hat sich damit ihren Traum erfüllt und die Weichen für ein bevorstehendes Hochschulstudium gestellt. Sie möchte in einigen Monaten die Universität besuchen.

Die Lehrer des Abiturjahrgangs in „Romeo und Julia“: Frau Druwen und Frau Hoffmann (Mitte v. l.) als Bank, Herr Zajicek (hinten rechts) als Baum, Frau Dr. Schmidt (vorne links) als Julia, Herr Dr. Brune (vorne Mitte) als Romeo und Herr Meyer (vorne rechts)

Zum Abschluss der Feier gab es noch ein von den Abiturienten gestaltetes Unterhaltungsprogramm. Die Lehrer des Jahrgangs wurden als Darsteller von „Romeo und Julia“ eingesetzt und spielten das Stück auf Regieanweisung der Studierenden. Auch Bäume, eine Bank und Vögel wurden durch Lehrende dargestellt und sorgten für reichliches Lachmuskeltraining! Nach dieser Nummer wurden schließlich zwei der Darsteller überraschend verhaftet, von täuschend echt aussehenden Polizisten.

Für die 45 Abiturientinnen und Abiturienten ist mit der heutigen Feier, die von den Studierenden „007 – Abi Royale“ betitelt wurde, die unvergessene Zeit des 2. Bildungsweges lustig und feierlich zu Ende gegangen. Sie alle haben nun die „licence to study“, so Schulleiter Bernhard Nadorf.

Verhaftung der Lehrenden

 

Open Stage mit Gaelic Wind Project „and Friends“

Open Stage, die „offene Bühne“, das ist die traditionelle Art spontaner Live-Musik in Irish Pubs. Die Gäste bringen dazu selbst ihre Instrumente mit und spielen gemeinsam bekannte Jigs und Reels der keltischen Musiktradition. Dabei ist kein Stück zusammen geprobt worden, jedes Lied wird völlig spontan gespielt. Live Musik bei Guinnes und Kikenny. Das hat eine lange Tradition in Irland. Heute abend fand ein solcher „Irish Evening“ im Nikolaus Groß Abendgymnasium statt.

Die Musiker treten bewusst nicht auf einer Bühne auf. Sie sitzen mitten im „Pub“, der Schulaula des Abendgymnasiums, zwischen den begeisterten Besuchern. Sie sitzen im Kreis, um sich gegenseitig sehen zu können. Zwischenzeitlich kommen weitere Musiker hinzu und spielen gleich mit. Sie haben dazu ihre eigenen Instrumente mitgebracht. Manchmal müssen sie kurz überlegen: „Was spiele wir als nächstes?“ „So ist es völlig authentisch“, erklärt Michael Meyer von der Band GaelicWindProject zu Beginn des Café Litera die Tradition irischer Live-Musik von der Open Stage. „Und die Gäste im Pub dürfen sich dabei auch gemütlich unterhalten.“ Zwischendurch aber heißt es „Pssst!“ – dann sind alle Zuschauer leise und lauschen dem Gesang.

Die Musiker sitzen im Kreis, um sich bei den spontan gespielten Stücken sehen zu können

Die Musiker sitzen im Kreis, um sich bei den spontan gespielten Stücken sehen zu können

Woher kommen diese Musiker? Michael Meyer beschreibt es so: „Man kennt sich halt. Es gibt viele Auftritte dieser Art nicht nur in Irland, auch in vielen anderen Städten dieser Welt. Und wer irische Musik spielt, kennt die Kreise der Musiker und kennt auch die gemeinsam gespielten Rhythmen. Das ist spontan und macht großen Spaß, weil man immer wieder mit anderen Musikern zusammenspielt!“ Live-Musik der ganz besonderen Art, zu dem Michael Meyer eingeladen hatte. Die Musiker waren damit selbst Gäste beim heutigen Irish Evening.

Spaß macht es vor allem auch den Besuchern des Café Litera. Sie sind heute ins Abendgymnasium gekommen, um diesen Ausflug in die Welt der keltischen Musiktradition zu erleben. Und rechtzeitig zum Ferienbeginn gibt Hermann Holtmann, Literaturexperte beim Café Litera, Tipps zu irischer Lektüre für die schulfreie Zeit. Er leitet die Veranstaltung bereits seit vielen Jahren. Auf Grund des großen Erfolges im März 2006 wurde auch in diesem Jahr wieder das Thema Irland ausgewählt. Der Eintritt blieb wie immer frei, dank der großzügigen Unterstützung des Förderkreises.

Michael Meyer (rechts) von der Band Gaelic Wind Project hatte die Musiker zum "Irish Evening" mit Guinnes und Kilkeney geladen.

Michael Meyer (rechts) von der Band Gaelic Wind Project hatte die Musiker zum „Irish Evening“ mit Guinnes und Kilkeney geladen.

Ganz authentisch: Die Musiker sind selbst Gäste und sitzen in Mitten des Irish Pubs.

Ganz authentisch: Die Musiker sind selbst Gäste und sitzen in Mitten des Irish Pubs.

 

Bilder vom Irish Evening 2007

Hier sehen Sie alle Bilder vom Irish Evening (Café Litera) vom 30. März 2007:

Schulgottesdienst zum Valentinstag

Am 14. Februar, dem Namenstag des heiligen St. Valentin, feiert die Schulgemeinde des Nikolaus Groß Abendgymnasiums ihren Semestereröffnungsgottesdienst, jeweils um 10.00 Uhr und um 19.15 Uhr in der Aula der Schule. Im Namen unseres Schulseelsorgers, Herrn Heinrich Lanius und des gesamten Vorbereitungsteams lade ich Sie ganz herzlich dazu ein.

Wie die Belastung zur Erholung werden kann

Bild oben: Die Abiturientinnen und Abiturienten vom 12. Januar 2007

Am 12. Januar überreichte Schulleiter Bernhard Nadorf den glücklichen Abiturientinnen und Abiturienten ihr Abiturzeugnis und gratulierte damit während der Abschlussfeier den neuen Absolventinnen und Absolventen des Weiterbildungskollegs zu ihrem besonderen Erfolg.

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Caroline Rittel (4. v. l.) mit ihren Freunden

Eine der Abiturientinnen ist die gelernte Krankenschwester und junge Mutter Caroline Rittel. Dabei war sie zu Beginn ihrer Weiterbildung noch in der Abschlussphase ihrer Ausbildung und hatte noch keine Familie.

Rückblende: Vor knapp 8 Jahren verfehlte Frau Rittel die Zulassung zum Abitur im 1. Bildungsweg, was sie aber nicht davon abhielt, nach Möglichkeiten und Wegen zu suchen, diesen Schulabschluss eines Tages doch noch zu erlangen. Nach einem Beratungsgespräch im Arbeitsamt erfuhr sie von der Möglichkeit des 2. Bildungsweges, wenn sie erst einmal eine Berufsausbildung abgeschlossen hat. So begann Sie damals zunächst eine Ausbildung zur Krankenschwester. Noch bevor sie diese erfolgreich abgeschlossen hat, belegte sie im Jahre 2005 schon einen Kurs im Semester 1 des Nikolaus Groß Abendgymnasiums. Die ersten Wochen waren für sie eine besondere Doppelbelastung, denn parallel zum Unterricht im Weiterbildungskolleg musste sie noch für ihre Examensprüfung lernen.

Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Berufsausbildung dauerte es nicht lange, bis eine weitere Veränderung in ihrem Leben auf sie wartete. Sie wurde schwanger, als sie das 2. Semester im Abendgymnasium besuchte. Doch dank der großen Unterstützung, die sie durch ihre Eltern, Schwiegereltern und Freunde erfahren hatte, die während ihres Schulbesuchs auf den neuen Familiennachwuchs aufpassten, konnte sie ihre Weiterbildung fortsetzen. Dabei kamen ihr die Sommerferien gegen Ende ihrer Schwangerschaft sicherlich auch zu Gute. Und – man höre und staune – als junge Mutter „war der Besuch des Abendgymnasiums an manchen Tagen fast wie eine Erholung“ von den neuen Aufgaben und Herausforderungen, die in der frisch gebackenen Familie auf sie zu kamen, erzählt sie heute stolz. Zurecht: Denn trotz dieser Doppelbelastungen am Ende einen Abiturdurchschnitt der Note 1,6 zu erreichen, das verdient noch einmal zusätzlich Respekt und besondere Anerkennung!

Auch die anderen Absolventinnen und Absolventen feierten heute ihren Schulabschluss mit Stolz und bedankten sich im stehenden Applaus und tollen Abschiedsgeschenken bei ihren Lehrenden, die sie in den vergangenen Jahren auf ihrem Weg zum Ziel begleiteten.