Gast aus Burkina Faso am Abendgymnasium

Auch in diesem Jahr freut sich das Nikolaus-Groß-Abendgymnasium darüber, einen Gast im Rahmen der Misereor Fastenaktion begrüßen zu dürfen. In diesem Jahr ist die Fastenaktion unter das Motto „Die Welt ist voll guter Ideen. Lass sie wachsen.“ gestellt. Im Blickfeld ist dieses Mal das Land Burkina Faso, das am Rand der Sahelzone liegt.

© MISEREOR

In diesem Jahr besucht Mariam Diallo das Abendgymnasium und wird über ihre Arbeit in Burkina Faso berichten. Schwerpunkt ihres Schaffens ist die Lage der Milchbauern in dem afrikanischen Land. Diese haben große Probleme gegen die konkurrierenden Milchprodukte zu bestehen. Dabei kommen die Konkurrenten nicht etwa aus dem eigenen Land, sondern die Überschüsse aus Europa werden in Afrika so billig verkauft, dass sie unter dem Wert liegen, für den afrikanische Milchbauern ihre Milch produzieren können.

 

Als Besitzerin einer Kleinmolkerei und Schatzmeisterin der von Misereor geförderten Interessengemeinschaft der Kleinmolkereien vertritt sie die Milchproduzenten in internationalen Gesprächen. Ihr Anliegen ist der Schutz der eigenen Wirtschaft zum Beispiel durch Zölle, damit die Landwirtschaft in Burkina Faso nicht zum Erliegen kommt.

 

Am Donnerstag, den 30. März wird Mariam Diallo im Nikolaus-Groß-Abendgymnasium ihre Arbeit vorstellen und mit interessierten Zuhörern diskutieren. Auch in diesem Jahr freut sich die Schule über die Möglichkeit, ihren Studierenden die Möglichkeit zu geben, über den europäischen Tellerrand hinauszublicken, und für die Krisen der Welt zu sensibilisieren. Morgens und abends wird Mariam Diallo in den ersten beiden Stunden ihr Projekt vorstellen und im Anschluss wird Schulseelsorger Michael Schwarzer einen Gottesdienst feiern, an dem Mariam Diallo ebenfalls teilnimmt.

 

Weitere Informationen über die Fastenaktion finden Sie hier.

Wir danken MISEREOR für die Bereitstellung der Fotos.

Schulmesse am Aschermittwoch

Am vergangenen Mittwoch feierte Schulseelsorger Michael Schwarzer im Nikolaus-Groß-Abendgymnasium eine Schulmesse anlässlich des Aschermittwochs. In seiner Begrüßung stellte er fest, dass der Aschermittwoch die Fastenzeit einleite, die im christlichen Sinne nicht als Zeit des Abnehmens und der Diät zu verstehen sei, sondern grundsätzlich die Vorbereitung auf das Osterfest symbolisiere.

Ausgangspunkt für seine Predigt war das Lied „Leichtes Gepäck“ der Band Silbermond. Hier singt die Gruppe darüber, dass jeder Mensch irgendwann begreifen wird, dass er 99 Prozent seiner Habseligkeiten nicht brauche, und diese deswegen wegschmeißen werde. Dies nahm Michael Schwarzer zum Anlass, um über den Verzicht zu sprechen, um den es in der Fastenzeit gehe. Es gehe eben nicht um das Vermeiden von Kalorien, sondern darum, auf Dinge zu verzichten, die für das eigene Leben nicht wichtig seien. Am Ende bleiben, wie es auch im Liedtext beschrieben wird, nur noch die wichtigen Dinge übrig.

 

Nach dem traditionellen Brauch der katholischen Kirche bekamen die Besucher des Gottesdienstes ein Aschekreuz auf die Stirn gezeichnet. Michael Schwarzer erklärte, dass das Aschekreuz mehrere Bedeutungen aufweise. Einerseits symbolisiere die Asche die Vergänglichkeit des Menschen, der Staub ist und zum Staub zurückkehren werde. Andererseits steht das Kreuz für die Liebe Gottes, die den Tod überwinde.

 

Der Dank ging an diesem Tag an die Studierenden des Semesters 6, die die Fürbitten und weitere Texte vorgetragen haben, wie zum Beispiel einen wachrüttelnden Text, der die Gläubigen dazu aufruft, die Fastenzeit zur Umkehr zu nutzen. Nach dem Abschiedssegen kehrten die Studierenden und Lehrenden wieder in den Unterricht zurück.